Contracting

Contracting - was ist das eigentlich?

 

• Moderne technische Anlagen ermöglichen massive Effizienzgewinne
• Innovative Betreiber-Modelle realisieren Umrüstung ohne Kapitaleinsatz und Risiko
• Nutzer sparen zusätzlich sofort bei Gesamtkosten
• Beispiel Contracting: Aber Contracting ist nicht gleich Contracting!

 

Der Begriff Contracting kommt vom engl. „contract“, Vertrag, und bezeichnet eine spezielle Form der Kooperation zwischen zwei Partnern: Im Regelfall schließt der Auftraggeber, oft ein Betreiber technischer Anlagen, einen Vertrag mit einem Contracting-Geber. Dieser sichert darin die Lieferung oder Bereitstellung bestimmter Betriebsstoffe sowie den Betrieb der dazu gehörigen Anlagen zu bestimmten, vereinbarten Konditionen zu.

In den meisten Fällen handelt es sich dabei um das sogenannte Energieliefer-Contracting, das über 80 Prozent der Contracting-Beziehungen ausmacht.

 

Hierbei modernisiert, betreibt und wartet der Contractor die Energieversorgungsanlage und liefert dem Contracting-Nehmer zusätzlich Nutzenergie, das heißt Betriebsstoffe in Form von Wärme, Kälte, Strom, Dampf, Druckluft oder ähnlichem. Für diese Dienstleistung entrichtet der Auftraggeber monatliche Raten an den Contractor. Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken und damit auch die Ausgaben. Ein Nachteil an dieser Form des Contractings ist, dass sie eine bestimmte Energie-Einsparung – und somit eine Reduzierung der Energiekosten – vertraglich nur selten garantiert . Die Kosten für Energieliefer-Contracting übersteigen zudem in der Regel die normalen Energielieferpreise, so dass die Bilanz nicht immer zum Vorteil des Kunden ausfallen muss.

 

Ein weitaus spannenderes Modell ist hingegen das Energiespar-Contracting: Es nutzt die Effizienzgewinne modernster Technologien, um auf Nutzerseite erhebliche Einsparungen zu realisieren. Das Contracting-Modell ermöglicht es dabei dem Kunden, seine Anlagen in kürzester Zeit technisch auf den neuesten Stand zu bringen und sofort Einsparungen zu realisieren, ohne dafür eigene Liquidität einsetzen oder Investitionen tätigen zu müssen – ein Konzept, auf das sich beispielsweise auch die pesContracting GmbH spezialisiert hat. 

 

Neben dem Energieliefer-Contracting und dem Energiespar-Contracting bestehen weitere, verwandte Formen des Contractings wie das Technische Anlagenmanagement und das Finanzierungs-Contracting. Diese vier Contracting-Arten definiert die DIN 8930-5 als Grundtypen , neben denen noch zahlreiche Mischformen existieren.

 

Im Gegensatz zum inzwischen recht umstrittenen Energieliefer-Contracting kann der Nutzer des Energiespar-Contractings – auch Performance-Contracting oder (Energie)Einspar-Contracting – auf eine transparent berechenbare Einspar-Garantie bauen: Dafür sollte der Anbieter allerdings unbedingt ein spezialisierter, in seinem Bereich nachweislich erfahrener Partner sein.

 

Wer nicht plant, verschenkt Ersparnis

Denn es kommt bei der Hebung der möglichen Einsparpotenziale bei weitem nicht nur auf den Austausch alter durch neuere Technik an: Die Modernisierung technischer Anlagen führt erst dann zur optimalen Ersparnis, wenn sie auch bedarfsgerecht geplant und sorgfältig auf die Anforderungen des Betreibers ausgelegt wurde. Stimmen Konzept und Lastenplanung, lassen sich die Energie- und Verbrauchskosten dann aber meist in einem so erheblichen Maße senken, dass die laufende Ersparnis die Kosten für die Bereitstellung oder Anschaffung der neuen Anlagen mehr als aufhebt.

Dass diese Rechnung in der Praxis wirklich aufgeht, lässt sich mit konkreten Berechnungen und authentischen Messergebnissen an zahlreichen Beispielen nachprüfen. Allerdings gilt die Option nicht für jede Art von Anlage: So gibt es Bereiche, wo in puncto Energieeffizienz nur geringe Fortschritte gemacht wurden, während der technologische Fortschritt in anderen Einsatzfeldern in den letzten Jahren massive Einsparpotenziale hervorgebracht hat. Dazu gehören allen voran auch Pumpenanlagen, wie beispielsweise Heizungs- und Warmwasserversorgungssysteme. Sie zählten bisher zu den großen Energiefressern – in Kommunen, Industrie und Wirtschaft gleichermaßen. Weltweit beanspruchen sie allein rund zehn Prozent des verfügbaren Stroms.

 

Ohne Kapitaleinsatz und Risiko

Mit einer Umrüstung auf hocheffiziente, moderne Pumpen können hingegen nach heutigem Stand der Technik Energieeinsparungen von bis zu 60 Prozent realisiert werden. Aber Pumpen sind Betriebsmittel mit einer langen Lebensdauer, ihre Anschaffung ist keine alltägliche Entscheidung. Dadurch rückt der Horizont für das Erreichen neuer Klimaziele und die Reduktion des Energieverbrauchs nur langsam näher, obwohl die effiziente Technologie dafür bereits vorhanden ist.

Vom Energiespar-Contracting profitieren deshalb nicht nur die Anlagenbetreiber, die schneller und ohne Schmälerung ihrer Liquidität modernisieren oder umrüsten können, sondern auch die Umwelt. Durch die garantierte Energieeinsparung und gleichzeitige Reduzierung von CO2-Emissionen stellt dieses innovative Contracting-Modell eine zuverlässige und nachhaltige Maßnahme dar, um die Energieeffizienz sowie den ökologischen Fußabdruck eines Gebäudes zu verbessern, Kosten zu senken und dadurch im laufenden Betrieb sogar Mittel einzusparen.

 

Bei der auf energiesparende Pumpen spezialisierten pesContracting GmbH finanzieren sich die Kosten für den Austausch bzw. die Überlassung der hocheffizienten Pumpen komplett aus der durch sie erzielten Einsparung. Zusätzlich verbleibt ein Überschuss direkt beim Contracting-Nehmer: Der Kunde verzeichnet nach Abschluss der Austauschmaßnahme eine zehnprozentige Senkung der laufenden Ausgaben für den Betrieb der Anlage. Dies wird dem Betreiber der Anlage nach sorgfältiger Planung vertraglich garantiert.

  

TIPP: Wer die Dienstleistungen eines Contractors für sich in Anspruch nehmen möchte, kann sich vorab beraten und die Vertragsbedingungen prüfen lassen. Der Leitfaden der Verbraucherzentrale gibt hilfreiche Tipps, auch wenn hierbei nicht zwischen Energieliefer- und Energiespar-Contracting unterschieden wird: www.verbraucherzentrale.de